Die Lieblingsinsel der Deutschen hat neben Sonne, Strand und Meer noch vieles mehr zu bieten. Mallorca ist reich an Sehenswürdigkeiten wie Naturdenkmäler oder historische Bauwerke. Die einmalige Landschaft ist von Naturschutzreservaten, Naturdenkmälern und Nationalparks geprägt. Es gibt Sehenswürdigkeiten, die man sich bei einem Urlaub auf Mallorca nicht entgehen lassen sollte.
Ses Fonts Ufanes
Eines der eindrucksvollsten und außergewöhnlichsten Naturereignisse auf Mallorca sind die Ses Fonts Ufanes. Das erste geschützte Naturdenkmal befindet sich in der Region Campanet auf der Finca Gabelli. Ein breiter Forstweg führt an Gebäuden des Landsitzes vorbei zum Steineichenwald. Nach starken Regenfällen tritt das Grundwasser an die Oberfläche und sorgt somit für ein Phänomen der besonderen Art. Ein unterirdisches System sprudelt bis zu 100.000 Liter Wasser pro Sekunde aus dem Boden. Durch die Lehmschichten im Boden kann nur eine bestimmte Menge an Wasser vom Erdboden aufgenommen werden. Dadurch erklärt sich das Austreten des Grundwassers.
Coves del Drac
Eine der vielen faszinierenden Höhlen, die Mallorca zu bieten hat, ist die Drachenhöhle. Südlich von Porto Christo, an der Ostküste der Insel, erstreckt sich das Tropfsteinhöhlensystem auf einer begehbaren Länge von 1.700 Metern. Schon vor 3.000 Jahren kannten die Inselbewohner die Höhle. Piraten und Templer verbargen dort damals ihre Schätze. Immer wieder versuchten Höhlenforscher das Höhlensystem zu erforschen und tiefer einzudringen. Dem Franzosen Martel gelang es 1896 das gesamte Höhlensystem zu ergründen und zu kartografieren. Dabei entdeckte er den größten unterirdischen See Europas, der nach ihm (Martelsee) benannt wurde. Heute besichtigen Tausende Menschen täglich die Drachenhöhle. Am Martelsee befindet sich ein Auditorium, bei dem Musiker in Ruderbooten klassische Musik aufführen.
Coves de Campanet
Zu den Füßen der Serra Tramuntana im Nordwesten der Insel liegt die kleine Tropfsteinhöhle Coves de Campanet. Hier erwartet den Besucher die unberührte Höhlennatur. Auf einer Fläche von 3.500 Quadratmetern trifft man auf Kristallstrukturen, Stalagmiten, Stalagtiten, schmale Sinterröhrchen und anderen unbekannten Felsformationen.
Parc natural de s’Albufera de Mallorca
Der Nationalpark im Norden Mallorcas ist eines der wichtigsten Feuchtbiotope der Balearen und umfasst eine Gesamtfläche von 1.700 Hektar. Naturliebhabern wird auf Schautafeln im ganzen Park die heimische Flora und Fauna näher gebracht. Der Naturpark beheimatet über 200 Vogelarten in einer atemberaubenden Landschaft. Die geschmackvoll gestalteten Wege führen über Kanäle und Brücken. Der Park punktet mit Pappeln und Ulmen, die die Wegesränder säumen. Mandel-, Feigen-, Johannesbrot- und Olivenbaumkulturen prägen ebenso den Park wie die felsige Küste und die Wildziegen, die hier ihren Lebensraum gefunden haben. Im Informationszentrum kann man sich Fahrräder und Ferngläser ausleihen.

